Irland mit dem
Fahrrad entdecken
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1.
Killarney
2.
Macroom
3.
Cork
4.
Dunmanway
5.
Glengariff
6.
Waterville
7.
Glenbeigh
8.
Carrauntoohill
Sonstiges
Die Gesamt-Strecke beträgt insgesamt ca. 350 km. An den markierten
Stationen befinden sich Jugendherbergen (Ausnahme Macroom: hier ist B&B
angesagt).
Die einzelnen Etappen sollten nicht zu lang gewählt werden, da
es häufig Bergauf und Bergab geht.
Außerdem ist die Landschaft so sehenswert, da sollte die Zeit
reichen um immer wieder mal anzuhalten. |
Die hier vorgestellte Streck habe ich mit einem Freund im Sommer 1990
mit dem Fahrrad erleben dürfen. Auf diese Erfahrung begründet
sich meine Begeisterung für Irland. Sollte jemand Anregungen, Ergänzungen
oder sonstige Verbesserungen haben, so bitte ich um eine eMail.
Die Reise haben wir in Düsseldorf begonnen. Wir sind zuerst nach
Dublin geflogen und von dort mit einer Anschlußmaschine nach Farranfore
(in der Nähe von Killarney). Dort haben wir unsere Fahrräder
gemietet und die eigentlich Tour begonnen. Beschreibungen zu den einzelnen
Stationen entnehmt bitte den Links. Auch wenn die Strecke vielleicht kurz
war, so war sie doch ganz schön anstrengend (es geht ständig
Bergab oder Bergauf) so daß man schon über eine Grundkondition
verfügen sollte, sonst wird aus Lust ganz schnell Frust.
Neben der wunderschönen Landschaft waren die Menschen die größte
Überraschung: auf der einen Seite die freundlichen Iren und auf der
anderen Seite all die anderen Individual-Urlauber aus allen möglichen
Ländern (z.B. Neuseeland, Süd-Afrika, Frankreich, England, USA,
... und natürlich Deutschland). In keinem anderen Uralub in keinem
anderen Land habe ich so viele verschieden Menschen kennegelernt, wie in
diesem.
Wettermäßig muß man sagen: wer nach Irland kommt sollte
auf Regen vorbereitet sein. Auf der hier beschriebenen Tour war es so,
daß in der ersten Woche der Regen immer am Nachmittage anfing und
in der zweiten Woche der Regen immer am Nachmittag aufhörte. Dies
ist aber kein Problem, da selbst der Regen in Irland weich und relativ
warm ist. Für eine Fahrradtour hat sich herausgestellt, das Trainings-Anzüge
aus Ballonseide vielleicht nicht optimal aussehen, aber sehr schnell wieder
trocknen. Regenkleidung sollte dennoch zur Ausrüstung gehören.
So jetzt aber zur Reiseroute:
1.Tag: Ankunft in Killarney
Vom Flughafen aus mit dem Taxi nach Killarney (wer noch nie im Linksverkehr
gefahren ist, sollte sich nach hinten setzen - die irischen Taxis fahren
"kompromißlos"). Den Fahrrad-Vermieter suchen sollte man jetzt bereits
gemacht haben. Auch ein erster Besuch im Pub ist obligatorisch - man muß
sich halt auf den Urlaub in diesem schönen Land einstimmen.
2. Tag: Killarney - Macroom
Von Killarney aus ging es los in Richtung Cork. Erster geplanter Stop
war Macroom. Die Strecke bis hier hin ist relativ leicht, da es recht flach
ist - zur Eingewöhnung gut geeignet.
3. Tag: Macroom - Cork
Von Macroom aus geht es nach Cork, auch hier ist die Strecke relativ
leicht zu fahren, da die Steigugen sich in Grenzen halten.
4. Tag: Cork - Dunmanway
Ab hier wird es etwas anstrengender. Die Strecke ist ziemlich Bergig.
Dafür belohnt einen die Landschaft mit grandioser Natur. Wer nach
dem Weg fragt wird hier mit Antworten von Iren konfrontiert: die Richtung,
die einem gewiesen wird stimmt, aber Entfernungsangaben sind nicht sehr
zuverlässig.
5. Tag: Dunmanway - Glengariff
Nicht so einfach - den Weg muß man sich schon suchen - da ab
hier die Strßen kleiner sind und man schon öfter mal in die
Karte schauen muß. Der Aufstieg zur Jugendherberge ist anstrengend,
aber es lohnt sich, da man den größten Teil des Berges dann
bereits hinter sich hat.
6. Tag: Glengarriff
Da es in Irland schon mal Regen gibt, muß man auch mal einen
Tag Pause einlegen.
7. Tag: Glengariff - Waterville
So ziemlich die längste Strecke, die wir an einem Tag zurück
gelegt haben. Ein kurzer Abstecher zum Staige Stone Fort am Ring of Kerry
lohnt sich immer. Kurz vor Waterville ist noch ein letzter Berg zu erklimmen,
aber der hat es in sich: die meiste Zeit geht es leicht bergauf, aber dafür
lange, lange, lange. Ist man erst einmal oben, so wird man mit einer atemberaubenden
Aussicht belohnt. Der Weg nach unten ist steil und kurz. Man sollte dafür
sorgen, daß die Bremsen funktionieren und niemals glauben, daß
einem Autos Platz machen - die Fahrer sehen das nämlich irgendwie
anders.
8. Tag: Waterville
Auch hier haben wir Pause gemacht - wer in Irland Kaffe statt Tee trinkt
ist selber Schuld und bekommt Durchfall.
9. Tag: Waterville - Glenbeigh
Eine schöne Strecke - nicht allzu anstrengend. Leider komplett
im Regen und von daher nicht sonderlich erwähnenswert.
10. Tag: Glenbeigh - Carrauntoohill
Den Weg muß man sich suchen. Hier gibt es nur noch wenige Hinweisschilder.
Tolle Landschaft. Die Strecke ist kurz und man ist bereits früh am
Carrauntoohill, dadurch kann man noch ein wenig klettern gehen.
11. Tag: Carrauantoohill - Killarney
Wer will kann hier noch einen Abstecher zum Gap of Dunloe machen. Ansonsten
ist man früh wieder in Killarney und kann es sich dort gemütlich
machen.
12. Tag: Killarney
Wieder zurück im Ausgangsort. Mit dem Fahrrad kann man sehr schön
den Park erkunden. Wer den Vorsatz hat, mit dem Fahrrad zum Ladies View
hinauf zu fahren sei gewarnt: das ist eine lange und anstrengende Strecke.
13. Tag: Aufbruch aus Killarney
Mit dem Bus zum Flughafen in Farranfore - wer glaubt, daß dort
der Bus auch hält, der irrt. Die letzte Strecke muß man zu Fuß
gehen (das sind immerhin noch ca. 3 km). Mit dem Flugzeug ging es dann
nach Dublin. Da der Weiterflug nach Düsseldorf erst am nächsten
Tag war, haben wir es uns halt auf dem Flughafen bequem gemacht. Eng war
es dort schon, denn da 1990 Irland bei der Fußball-WM weitergekommen
ist, wollten noch viele Iren dasgleich tun und nach Italien fliegen.
14. Tag: zurück nach Düsseldorf
Tja, da war dann der Urlaub schon wieder vorbei, und am liebsten wären
wir wieder ins Flugzeug gestiegen und direkt zurück auf die Insel
geflogen.
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