| Tag 1 |
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Der erste Tag beginnt in Banagher in der Marina von Carrick Craft. Bevor man den ersten Schritt auf sein Boot setzen darf, gibt es zuerst eine etwa 1-stündige Einweisung. Hier bekommt auch der unkundige schnell ein Gefühl und das notwendige Wissen, wie man später mit dem Boot umgehen muss. Des weiteren werden auch die notwendigen Kenntnisse in der Navigation auf dem Wasser vermittelt. Nach der Theorie kommt dann auch schon die Praxis. Hier bekommt man dann das eigene Boot im Detail erklärt und eine erste kurze Ausfahrt wird gemacht, wobei man direkt selber in das Geschehen eingreifen muss und dem Mitarbeiter der Verleihfirma zeigen kann (bzw. muss), dass man das Boot auch fahren kann. Die Verleiher beanspruchen für sich übrigens das Recht, die Übergabe des Bootes zu verweigern - wenn man denn damit nicht umgehen kann. Aber keine Angst, selbst eine ansonsten ausgesprochene Landratte hat mit dem Handling keine Probleme. Nachdem diese "Prüfung" abgelegt war, ging es erst einmal zum Beladen des Bootes. Man sollte vorher nicht vergessen einzukaufen, denn teilweise liegen die Geschäfte nicht immer in direkter Nähe zu den Anlegern. Wer nicht mit dem Auto (bzw. Leihwagen) anreist, kann im voraus per Bestellschein einen gefüllten Kühlschrank ordern. Die individuelle Auswahl hierfür ist recht ordentlich und hält für jeden Geschmack etwas bereit. |
Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, konnten wir dann zum erstenmal mit unserem Boot ablegen. Da die Übernahme den ganzen Vormittag beansprucht hatte war unser erster Fahrt-Abschnitt nicht sehr ehrgeizig gesteckt. Wir hatten uns für das Flussabwärts am Lough Derg gelegene Terryglass entschieden. Dies entspricht ungefähr einer Strecke von ca. 25 km. Man sollte dies aber nicht unterschätzen, da auf diesem Weg die Bewältigung einer Schleuse (Meelick Lock) und einer Drehbrücke (Portumna Bridge) auf uns warteten. Bei den Schleusen muss man immer etwas Wartezeit einkalkulieren - Anlegen (am immer vorhanden Steg - leider oft bereits besetzt, so daß auch ein Anlegen in zweiter oder dritter Reihe notwendig sein kann) ist häufig notwendig. So war es denn auch bei uns, das wir sowohl an der Schleuse als auch vor der Drehbrücke eine kurze Pause einlegen mussten.
Die restliche Strecke ging dann zum ersten mal auf den oberen Teil des Lough Derg's hinaus, sodass wir einen ersten Vorgeschmack erhielten, was es bedeutet nicht auf einem Fluss sondern auf einem doch recht großen See unterwegs zu sein.
Generell ist es erlaubt bis zur Dämmerung auf dem Wasser unterwegs zu sein, man sollte jedoch immer bedenken, dass die Liegeplätze in den Marinas bzw. Jetties (d.h. den Häfen bzw. Liegeplätzen) begrenzt sind. Hier gilt die alte Regel: wer zuerst kommt, bekommt die guten Plätze. Späte Nachzügler müssen sich mit begnügen was übrig bleibt - und das kann durchaus bedeuten, dass man in zweiter Reihe liegt und dadurch einen schlechten Zugang zum Land erhält.